Mies van der Rohe-Drücker

Der Mies van der Rohe-Drücker

Entwurf Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969)

Hersteller S. A. Loevy, Berlin

Produktionszeit etwa von 1928 bis 1933

Auch von Ludwig Mies van der Rohe, dem dritten Bauhaus-Direktor, ist ein Türdrücker-Entwurf überliefert. Er entstand um 1928, also zwei Jahre vor seinem Direktorat in Dessau, vermutlich im Zusammenhang mit den Häusern Lange und Esters in Krefeld bzw. Tugendhat in Brünn. Mies van der Rohe verwendete den bei S. A. Loevy in Berlin als Modell Nr. 3690 gefertigten Drücker in modifizierter Form in den genannten Häusern für die hölzernen Innentüren, während er für die stählernen Außentüren Gropius-Drücker bevorzugte. Eine plausible Erklärung für diese systematisch auftretende Zweiteiligkeit konnte bisher nicht gefunden werden.

Obwohl der Türdrücker ab 1930 im Katalog von S. A. Loevy angeboten wurde, konnte er bisher außerhalb der genannten Bauten noch nicht nachgewiesen werden. Er gilt daher als ausgesprochen selten.

Ein etwas modifiziertes Modell verwendete Mies van der Rohe Anfang der 1950er Jahre noch einmal für die Eingangstüren einer Kapelle auf dem Campus des Illinois Institute of Technology in Chicago.

Mies van der Rohe-Drücker im Loevy-Katalog von 1930
Mies van der Rohe-Drücker im Haus Lange in Krefeld
Mies van der Rohe-Drücker im IIT in Chicago

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